WEIHNACHTEN IN PETRI

Baldham, den 9.12.2020

 

Liebe Gemeindemitglieder, Freunde und Gäste!

 

Was haben wir uns gefreut, über Ihren regen Zuspruch und Ihre Bereitschaft, zusammen mit uns an Weihnachten ungewöhnliche Wege zu beschreiten.

 

Gewiss, es war uns immer bewusst, dass hinter dem Weihnachtsgottesdienst im Stadion ein Fragezeichen stehen wird, aber der Kirchenvorstand, die Kollegen, wir alle waren fest davon überzeugt, dass angesichts der Widrigkeiten dieser Zeit ein Weihnachtsgottesdienst im Stadion die sicherste Art des gemeinschaftlichen Feierns sein würde. Ja, wie gerne hätten wir mit Ihnen allen diesen Gottesdienst gefeiert!

 

Angesichts der steigenden Inzidenz hat der Kirchenvorstand schweren Herzens entschieden: Unser gemeinsamer Weihnachtsgottesdienst im Stadion wird nicht stattfinden. Auch von kirchlicher Seite müssen wir dazu beitragen, dass die Kontakte reduziert und das Infektionsgeschehen unterbrochen wird. In der heute erschienenen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind „Gottesdienste, die den Charakter von Großveranstaltungen erreichen, (...) untersagt.“

 

Das schafft zwar nun endlich Klarheit, das tiefe Bedauern, dass der Stadiongottesdienst nicht stattfinden wird, aber bleibt. Dass die Gemeinde, allen voran Bürgermeister Leonard Spitzauer und Landrat Robert Niedergesäß uns so unterstützt haben; dass über 1000 Menschen an unserem Gottesdienst teilnehmen wollten, ist uns ein tröstendes Zeichen, dass wir als Kirchengemeinde mitsamt ihren Angeboten wichtig für Sie sind. Mein Dank gilt den vielen ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen, die uns in diesem Vorhaben unterstützt und dafür sehr viel Zeit investiert haben. Ich darf Ihnen versichern, auch ich bin enttäuscht - sehr!

 

Und trotzdem: Es wird Weihnachten werden, so oder so! Und es ist jetzt an uns, unser Augenmerk nicht auf das zu richten, was nicht sein kann, sondern neu wert zu schätzen, zu achten und zu lieben, was uns allen geschenkt ist. Da gibt es so vieles, wofür viele von uns gerade auch in dieser Zeit dankbar sein können. Dazu gehört die Botschaft, dass Gott Mensch geworden ist und uns nahe kommen will - allen Distanzen dieser Zeit zum Trotz. Für uns wie auch gerade für diejenigen, die es in dieser Zeit sehr schwer haben, gilt die Botschaft der Heiligen Nacht: „Gott will im Dunkeln wohnen und hat es doch erhellt! - Fürchtet Euch nicht!“

 

Wir werden die Geburt Jesu nun in kleinen Kreisen, vielleicht sogar alleine feiern, zuhause. Doch die hohe Zahl der Anmeldungen für den Stadiongottesdienst erinnern uns daran, dass wir auch dann nicht alleine sind. Entzünden Sie seine Kerze, lesen Sie die Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas. Sie ist wunderschön und sie trägt die wärmenden Kleider unserer Kindheit, Eltern und Großeltern.

 

Von unserer Seite werden wir versuchen, Sie dabei zu begleiten: mit kleinen Gottesdiensten in der Petrikirche (nur mit Anmeldung), einer virtuellen Christvesper mit Pfarrer Sedlmayr, einer Andacht, die ich mit Quadro Nuevo zusammen streamen werde, oder auch durch die „Offene Weihnachtskirche“ am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, gestaltet von der Evangelischen Jugend unter der Leitung von Pfarrerin Hofmann. Ferner bieten wir auch am 1. und 2. Feiertag Gottesdienste (nur mit Anmeldung) an. Auf unserer Homepage erfahren Sie mehr.

 

Von Herzen wünsche ich Ihnen zusammen mit dem Kirchenvorstand und dem gesamten Petriteam ein gesegnetes Weihnachtsfest. Bleiben Sie gesund und von Gott behütet! Das ist das aller Wichtigste! Und wenn irgend möglich: uns wohl gesonnen.

 

Herzlichst, Ihr Stephan Opitz

Einladung zur virtuellen Christvesper am Heilig Abend 

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Stream mit Quadro Nuevo und
Stephan OpiTz